Trainingstagebuch Juni – ich sehe den Tunnel schon.

Der Saisonauftakt Marchtal-Marathon war toll. Bei gutem Wetter habe ich den 20.Platz in meiner Altersklasse mit der Zeit von 02:10:09 erreicht. Ich bin zufrieden. Bei sehr trockenem Untergrund und oftmals gutem Gegenwind habe ich mich um 2 Minuten und sechs Plätze verbessert.

Jetzt steht am Sonntag die erste olympische Distanz im Triathlon in Erbach an. Das Schwimmen, als das notwendige Übel erachtet, wird mit jedem Mal besser. Ich bin sehr gespannt auf den Massenstart vom Ufer. In Ulm gab es den Massenstart in Wellen von einem Kunststoffsteg. Ich werde schauen, dass ich mich etwas räumlich absetze und meine Geschwindigkeit schwimme. Den überwiegenden Großteil kraule ich, zum manchmal notwendigen Orientieren und Sauerstoff nachfüllen auch Mal kurz Brustschwimmen. Zeitlich liege ich gerade immer bei 33-35 Minuten. Beim Radfahren will ich mit einer Trittfrequenz von 90. fahren, geplant ist eine Zeit von 1:20 für die 40km. Hier ist es wichtig nicht zu overpacen und noch einige Körner für die zehn Kilometer Laufstrecke übrig zu lassen. Zeit für die zehn Kilometer sollte unter einer Stunde sein. Beim Laufen entspannt bleiben und durchziehen. Das meiste findet dann im Kopf statt. Und der ist willig.

Somit wäre mein Ziel von unter 3:30 Stunden gut zu erreichen. Vielleicht wird’s auch unter 3:15 Stunden. Wir werden sehen. Die Wechselzonen kosten auch Zeit, je nach Wetter mehr oder weniger. Am Sonntag soll es kühl sein.

In der Vorbereitung habe ich alles abwechselnd trainiert. Heute noch lockere zehn Kilometer laufen, morgen low MTB zur Schule, mit den Kids für das Regierungspräsidiumsfinale nächsten Freitag in Nürtingen trainieren, wieder mit dem MTB heim und dann Tapering bis Sonntag. Leichte Massagen mit der blackroll und alkoholfreies Bier zum Fußball am Samstagabend runden die Vorbereitung ab.

Besonders faszinierend ist der Tunnel, in den ich vor und in einem Wettkampf gehe. Ich bin jetzt schon fokussiert und spüre den Wettkampf kommen. Es ist ein tolles Gefühl, zugleich entspannt und angespannt zu sein.

Die wahrnehmbare Welt ist ein Rauschen,
sie ist da, aber zugleich auch nicht.
Ich bewege mich hindurch ohne wirklich da zu sein.
Ein Gefühl der Aufregung.
Niedriger Puls gepaart mit Angespanntheit.
Durchflutet vom Gefühl völliger Präsenz.
Ganz bei mir.

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