Keine Einigung mit USA – WTF?

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So schreiben die Medien: Keine Einigung mit USA bei Grönland-Krisengespräch

Die Überschrift „Keine Einigung“ ist eine journalistische Bankrotterklärung. Sie suggeriert einen legitimen diplomatischen Dissens, wo in Wahrheit ein diplomatischer Übergriff stattfindet. Von einer „Einigung“ zu sprechen, setzt voraus, dass der US-amerikanische Anspruch auf Grönland überhaupt eine Verhandlungsgrundlage darstellt. Das tut er nicht.

Was wir hier erleben, ist keine „Krise“ im klassischen Sinne, sondern die nackte Wiederkehr imperialistischer Instinkte. Dass die USA Grönland wie eine gewöhnliche Immobilie behandeln wollen, ist nicht nur eine Beleidigung für die dänische Souveränität, sondern ein Frontalangriff auf das internationale Recht und das Selbstbestimmungsrecht der grönländischen Bevölkerung. Menschen und ihr Lebensraum sind keine Handelswaren auf dem Basar der Supermächte.

Es ist brandgefährlich, wenn Medien so tun, als sei der Kauf von Territorien im Jahr 2026 eine Option, über die man sich lediglich „nicht einig“ wurde. Wer solche kolonialen Raubtier-Fantasien nicht sofort als völkerrechtswidrig und indiskutabel brandmarkt, macht sich zum Steigbügelhalter einer Weltordnung, in der nur noch das Recht des Stärkeren zählt. Es gibt nichts zu verhandeln.

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