Retrospektive

Am Ende eines Sprints, oder am Ende des Scrum (je nachdem, wie ihr Scrum in eure Schulstunden einbaut), steht eine sogenannte Retrospektive, ein Meeting, in dem das Team die Sprints, den Arbeitsablauf und die Zusammenarbeit reflektiert.

Agiles Arbeiten bedeutet auf der Grundlage von Erfahrungen und Erkenntnissen den laufenden Prozess anzupassen. Dies wird innerhalb des Scrum durch die Sprint reviews am Ende jedes Sprints ermöglicht. Bei den Sprint reviews geht es schwerpunktmässig darum das Produkt zu verbessern. In den Retrospektiven geht es vielmehr um den Prozess, der das Produkt hervorbringt. Eine Retrospektive kann aber auch völlig unabhängig von Scrum eingesetzt werden.

Am Ende eines Sprints und/oder des gesamten Prozesses steht dann sozusagen die Metaebene, auf der dann mit den Teams der gesamte Prozess reflektiert wird.

Ich möchte an dieser Stelle ein fabelhaftes ebook empfehlen, welches mir eine Quelle der Inspiration ist. Das Buch “Erfolgreiche Retrospektiven“ von Judith Andresen.

Im Rahmen von Scrum (-Fortbildungen) führe ich Retrospektiven durch, die aber nicht nur dort ihre Berechtigung haben. Ohne gute Retrospektiven können Teams nur schwer in die Vergangenheit blicken um Maßnahmen zur Verbesserung zu formulieren. In einer Retrospektive gibt es organisierten Freiraum um Themen im Team offen anzusprechen, Kommunikation und Kollaboration zu bewerten und den Prozess anzupassen und zu verbessern,

Im unterrichtlichen Einsatz setze ich die Retrospektive genau so ein wie in der Erwachsenenbildung. Die sprachlichen Formulierungen sind zum Teil anders und bei Jugendlichen ist die Moderation noch wichtiger, wie sie ohnehin ist. Die sogenannte “Las Vegas-Regel“ ist hierbei sehr wichtig. Der sich so ergebende „safe space“ für alle Beteiligten die Grundlage dafür sich zu öffnen und und vertrauensvoll miteinander in die Retro gehen zu können.

Eine online-Retrospektive

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