Geniusweekz

Während der Schulschließungen war ich bei vielen online-barcamps am Start und habe meine Vision der Genioushour in die Welt getragen. Ich habe immer wieder die geniushour vorgestellt, habe in der Zeit Freiday kennen- und schätzen gelernt und mich immer wieder mit tollen Menschen zu visionären Projektunterrichten ausgetauscht. Jetzt hat das Schuljahr wieder begonnen und ich habe ein Projekt am Start und habe mich schon während der Planung sehr darauf gefreut.

Hier die Kurzzusammenfassung meiner aktuellen Unterrichtseinheit in Klasse 9 im Profilfach NwT: die geniusweekz.

Die Lernenden haben im Profilfach NwT Klasse 9 im Rahmen der Präsentation der Geniusweekz Fragen zur Auswahl erhalten, die der Bildungsplan vorsieht. Ich habe sie nach der Entnahme aus dem Bildungsplan etwas „gepimpt“ und bin sehr zufrieden mit den Fragen, sie sind durchaus sympathisch bis neugierig machend. Die Schüler:innen haben alle eine Frage gefunden, die sie gereizt hat.

Bei den Fragen durfte sich jeder erstmal für sich eine Frage aussuchen. Dann durften die Damen ihre Wünsche nennen, sollten zwei Schülerinnen dieselbe Frage wollen, gilt: „Was bietest du an?“. Das meint durch das Anbieten von relevanten Hilfestellungen in der Projektarbeit die Frage von der Anderen freigegeben zu bekommen. Dann durften auch die Gentlemen ran, es galt natürlich das gleiche Regelwerk. Bei zwei Herren, die beide dieselbe Frage wollen, müssen wechselseitig Angebote zur Übernahme der Frage gemacht werden. Eine tolle spielerische und niedrigschwellige Übung zur Kompromissfindung, Empathie, Rhetorik und Bedürfniszurückstellung.

Recht schnell hatten alle eine Frage ausgesucht und auch bekommen. Nun geht es die Recherche und hier zeigt sich wieder mal die falsche Erzählung vom digital native. Der Hälfte aller Schüler:innen muss erst einmal der Unterschied zwischen dem google-Suchfeld und der Adresszeile erläutert werden. Aber genau darum geht es doch. In der Anwendung lernen, im Tun auf Herausforderungen stossen, im Flow Hindernisse angehen und bewältigen. Es ist sehr interessant und spannend zu sehen und zu begleiten, welche individuellen Wege die Schüler:innen doch gehen, wenn sie es dürfen. Es gibt junge Menschen, die suchen nur über google, dann gibt es welche, die hören online Radiosendungen zu ihrem Thema an. Nur das mit dem Fachleute anrufen (wie ich es immer massiv propagiere), dass tun sie (leider) (noch) nicht.

Kurzpräsentation zu den W-Forscherfragen

Dann war es Zeit darüber zu sprechen, wie man denn nun an so etwas rangehen könne. Im Unterrichtsgespräch diskutierten wir verschiedene Möglichkeiten, besprachen meinen Input der „W-Fragen“ und definierten die „Definiton of fun“ (Wie wollen ihr alle gemeinsam mit Spaß zusammen arbeiten?) gemeinsam.

Aktuell beginnen zwei Schülerinnen mit www.telegra.ph Microblogs aufzusetzen, zwei Schüler erstellen ein EBook mit bookcreator, zwei Schülerinnen erstellen Plakate auf „echten Papierplakaten“, eine Schülerin arbeitet in ihrer google-Präsentation mit links die Zusatzinformationen zu den Planeten ein, die sie mit Links hinterlegt. Der Rest steckt noch tief in der Recherche. Denn…

Nächste Woche treffen wir uns nicht in der Präsenz, sondern online im moodle-Kursraum, um dann im „homeoffice“ den finalen Schliff an das eigene Produkt anzubringen. Abgabe ist nach dem nächsten Wochenende nach dem „homeoffice“.

Die Ergebnisse der Lernenden werde ich mit https://framevr.io als virtuelle Ausstellung zusammenstellen und dann begehen wir sie, wie es sich gehört, auch mit der Oculus Quest VR-Brille.

Die Ausstellung wollen die Schüler:innen, Stand jetzt, veröffentlichen.

Ein Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.