Nachklapp wildcampen19

In meiner Session „Pädagogik in unruhigen Zeiten oder Nzs fck off“ haben wir uns intensiv mit der Fragestellung beschäftigt, wie sich Lehrende in Bezug auf den erstarkenden Rechtspopulismus verhalten können müssen (siehe „Nach Chemnitz“).

Die Teilgeber*innen waren sich sehr einig darüber, dass man nbicht weghören darf bei Wörtern wie „Schwuchtel“ oder „Jude“ auf dem Pausenhof oder in anderen Zusammenhängen. Ein klares Statement ist wichtig (-> verbale Gewalt/Erniedrigung nicht hinnehmen und unkommentiert stehen lassen). Dadurch, dass man es anspricht, schafft man Normen. Es wird den Jugendlichen klar, dass das nicht normal ist, sondern als nicht normal, abweichend und falsch bewertet wird. Rhetorische Maßnahmen können das Spiegeln sein – ein Konfrontieren/Hinterfragen der eigenen Aussagen, warum denkst du denn das? Woher weisst du das?

Der lange Atem, der nötig ist für diese pädagogische Haltung es Immer und immer wieder anzugehen, ist immens wichtig. Man darf nicht nachlassen.

Beim Bedarf müssen die Themen in den Unterricht. Störungen haben Vorrang.

Besonders die Lehrpersonal ist gefragt, es geht um Haltung und die eigene Wortwahl. Eine Lehrperson ist immer ein Vorbild („Street credibility“)!

In der Schule müssen Planspiele und künstliche Situationen geschaffen werden, in denen die SuS vielfältige positive Erfahrungen machen können.

In konkreten schwierigen Situationen kann sich jeder einen Partner/Hilfe suchen. Man muss sich nicht selbst gefährden.

Die Reaktionen und Sanktionen müssen unterscheiden zwischen pubertären Provokationen und gefestigten Rechten.

Am Anfang Sek1 Prävention beginnen und straight durchziehen (Schullandheime, Klassenrat..).

Anschließend gab es eine zweite Session am nächsten Tag, die sich konkret mit Prävention durch Erlebnispädagogik beschäftigt hat.

Vielen Dank an alle Teilgeber*innen für eure aktive konstruktive Mitwirkung!

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